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Die Staubschlucker

Einleitung

Wir haben uns im Oktober 1995 in unserer Heimatstadt Bad Homburg kennen gelernt und im August 1999 geheiratet – so einfach ist das. Wir haben in Bad Homburg Düsseldorf und Freiburg gelebt – unterbrochen nur durch Studienaufenthalte in Flordia, USA (Sandy) und in Calw, Deutschland (Bex) – da ist offensichtlich, wer hier die bessere Entscheidung getroffen hat …

Die letzten 6 Jahre haben wir am Anschlag gearbeitet als Unternehmensberater (Sandy) und Six Sigma Master Black Belt (Jens), sind die ganze Woche gereist, haben in mittelklasse Hotels übernachtet und viele Stunden an Flughäfen, Bahnhöfen und auf deutschen Autobahnen verbracht. Eine klassische Wochenendbeziehung.

Als Abwechslung zu den Geschäftsreisen haben wir den Geschmack für Urlaub in heißen Ländern mit geringern Bevölkerungsdichte entwickelt, wie z. B. Namibia, Südafrika oder West-Australien – glücklich mit einem 4x4, einigen Flaschen kaltem Bier und einem Sonnenuntergang.

An einem regnerischen Novemberwochenende in Deutschland haben wir dann beschlossen, dass Andere für 12 Monate unsere Arbeit machen können und haben mit der Reiseplanung begonnen. Es war schon immer Sandys Traum quer durch Afrika nach Südafrika (ihr Geburtsland) zu reisen und zum Glück war Jens davon leicht zu überzeugen. Also haben wir Tembo den Landy gekauft, unsere Wohnung in Düsseldorf und unsere Jobs gekündigt und am 22. Juli 2006 geht es endlich los.


 

Strandfontein South Africa, 2003



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Sandy

Hi, mein Name ist Sandy. Ich bin 32 Jahre alt, und es wird höchste Zeit, dass wir endlich auf unseren Afrikatrip aufbrechen. Dieser Trip ist ein Traum von mir seit ich denken kann. Das könnte daran liegen, dass ich in Südafrika, genauer in Johannesburg, geboren wurde und dort die ersten drei Jahre meines Lebens verbracht habe. Es liegt sicherlich auch an einer von meinen Eltern geerbten Rastlosigkeit und Reisefreude. Außerdem hatte ich Angst langsam mit Kombi, Jägerzaun und Labrador (nicht, dass wir so etwas besitzen) in der deutschen Spießigkeit zu landen – so etwas soll schleichend passieren :-)

Vor meinem Beruf als Afrika-Overlander, war ich Manager bei einer internationalen Unternehmensberatung und habe mich dort auf das Thema Automobilwirtschaft fokussiert. Leider hilft mir das beim Schrauben an unserem Land Rover überhaupt nicht. Hätt ich bloß was G’scheits gelernt … Ich hoffe, dass man seine Fähigkeiten von sexy Powerpoint Charts erstellen auf sexy Ölwechsel durchführen umstellen kann.

Trotz der Freude auf den großen Trip fällt es doch sehr schwer all die lieben Menschen zurück zu lassen – wissentlich, dass man nicht mal so einfach auf einen Kaffe vorbeikomme oder ausführlich telefonieren kann. Ich danke meinen Eltern – die übrigens mit ihren Afrika-Geschichten, wie z. B. eine Überquerung des Sambesi in einem R19 bei Regenzeit und Bürgerkrieg, nicht ganz unschuldig sind an dieser Reise – für ihre Unterstützung und Liebe und freue mich schon sehr auf den Besuch in Namibia. Meinem Bruder Daniel und seiner Freundin Leoni drücke ich fest die Daumen für ihr Studium, hoffentlich kann ich euch mit ein paar Afrikageschichten ab und zu mal von den Paragraphen ablenken.

Natürlich vermisse ich auch unsere Breakfast-Club Meetings und Partys in Düsseldorf, unsere langen Afrika- und Landygespräche Antje (hope to see you in Tanzania) und unsere Shoppingtrips Mia. Sabrina und Frank, ihr seid die Größten – fahrt bitte nicht nach Rom ohne uns. Wir freuen uns schon ganz doll auf eure dänische Hochzeit Katja und Morten – und nicht mehr vom Pferd fallen bitte, dafür sind wir jetzt zu alt. Love you all.

Ich werde Euch alle sehr vermissen!
Bis nächstes Jahr!!!

Love Sandy


 

Sandy



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Jens (bex)

Hi, ich bin Jens. Einige kennen mich vielleicht unter dem Namen „bex“. Dieser Spitzname entstand aus meinem Nachnamen und einer bestimmten Biersorte, die uns bei unseren Parties kräftig unterstützte. Nebenbei ist das noch heute meine Lieblingsmarke.
Es klingt wohl sehr überraschend, daß ausgerechnet ich, der aus dem beschaulichen Kurort Bad Homburg kommt, mit einem Familienunternehmen in der 3. Generation und früheren Plänen, dieses zu übernehmen, jetzt auf diese 1-jährige Reise durch Afrika geht. Meine Frau ist diejenige, die in Südafrika geboren ist und mit Ihrer Familie bereits (fast) alle Länder dieser Erde bereist hat. Seit wir zusammen sind, macht sie das auch mit mir. Der Kauf von Tembo und die Tatsache, daß wir nun unsere Familie und Freunde für dieses Abenteuer verlassen ist also wahrscheinlich ihre Schuld.

Aber ich werfe ihr das nicht vor. Im Gegenteil!

Vor meinem Beruf als Afrika-Overlander, war ich Consultant für Six Sigma und Lean Management. Gut, ich bin es immer noch, da ich nach unserer Reise sicher wieder arbeiten werde.
Lean wird ab nun hoffentlich nur mein Körper sein. Das Fahren eines alten Serie III Landys ist etwas ganz anderes, als mit einem deutschen Neuwagen über die Autobahnen zu schweben. Der Bremskraftverstärker ist mein rechtes Bein. Außerdem bin ich nicht sicher, wie oft ich den Wagen ausbuddeln muss und wie oft wir nicht ganz so viel zu Essen bekommen, wie wir es in Europa gewohnt sind. Six Sigma wird auf der anderen Seite weniger eine Rolle spielen, da es wohl besser sein wird, nicht jede Situation zu analysieren bevor man zur richtigen Entscheidung kommt. Bauchgefühl und ein guter Riecher für vielleicht sogar brenzlige Situationen sollten hier die bessere Alternative sein.

Für alle meine Musikerfreunde: Ich werde mein Drumset nicht mitnehmen können. Wobei ich damit vielleicht am Straßenrand etwas Geld reinholen könnte…

Das Schwerste ist, meine Mutter Elke, meinen Vater Peter, meinen Bruder Ralph und unseren Hund Dixie zu Hause zurück zu lassen. Ich verspreche Euch, daß wir vorsichtig sind und jede Gelegenheit nutzen uns zu melden. Ich werde Euch vermissen!

Auch meinen lieben Schwiegereltern sei gesagt: ich werde gut auf Eure Tochter aufpassen.

Ich freue mich am Meisten darauf, so viel Zeit mit meinem Mädchen zu verbringen. Durch unsere Jobs war das in den letzten Jahren nicht so richtig möglich. Es wird schön sein, die ganzen Eindrücke und Erfahrungen zu teilen.

Allen denjenigen, die sagen: “Mann, was für eine tolle Idee. Ich wollte so etwas auch schon immer mal machen aber ich weiß nicht wie…“ sage ich: Just do it. Nicht nur drüber reden, machen! Um es mit den Worten unseres Bundestrainers zu sagen: Die Strategie ist ganz einfach: Zur Bank gehen, Konto einrichten und regelmäßig einzahlen. Jedenfalls haben wir es so gemacht.

Jetzt genug der klugen Worte. Ich grüße meine ganze Familie und Freunde. Ich werde Euch alle tierisch vermissen.

Bis nächstes Jahr!!!

Euer Jens


 

bex Shark Bay, West Australia



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